Erkundungsaufgaben

Hamsterkisteprüfung

Links und ergänzende Materialien

1 Die harmlosen Krabbeltiere

Sicher kennst du die Geschichte von Max und Moritz, die Wilhelm Busch geschrieben hat. Sie versteckten im Bett von Onkel Fritz einige Maikäfer. Das gefiel dem Onkel nicht. Er sprang auf und „haut und trampelt alle tot.“

Dabei sind Maikäfer total harmlos. Sie beißen nicht, sie stechen nicht und sie sind nicht giftig. Man kann sie ohne Bedenken anfassen und an sich herumkrabbeln lassen.

Bei genauer Betrachtung stellt man fest: Sie haben harte Flügel, 3 Beine an jeder Seite und Fühler am Kopf. Mit den Beinen können sie sich überall festhalten, denn sie sind mit feinen Widerhaken besetzt. Am Unterleib ist ein Maikäfer leicht behaart. Die Seiten sind schwarz-weiß gezeichnet. Am Hinterleib erkennen wir einen Legebohrer.

Wir nennen sie Maikäfer, weil sie vorwiegend im Monat Mai umher schwirren. Meistens können wir sie am Abend beobachten. Erst die fertigen Käfer können fliegen. Vorher leben sie als Engerling und Puppe in der Erde.

Maikäfer werden etwa 2 bis 3 cm lang. Damit gehören sie zu den größten Käfern, die in Europa leben. Sie sind mit dem Junikäfer verwandt. Aber sie haben noch viel mehr Verwandte. Auf der Erde leben nämlich etwa 350.000 verschiedene Arten von Käfern. Diese sind in 200 Familien eingeteilt. Die Maikäfer gehören zur Familie der Blatthornkäfer.

In Europa unterscheiden wir den Feldmaikäfer und den etwas kleineren Waldmaikäfer. Wissenschaftler nennen die beiden Arten Melolontha melolontha und Melolontha hippocastani. Sie kennen sogar noch eine dritte Art Melolontha pectoralis, die ist aber sehr selten geworden.

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