Hamsterkiste Lerngeschichte "Vom Klapperstorch"

1 Der Storch und die Kinder

Vielleicht ist es ja so: Bevor die Babys auf die Welt kommen, schwimmen sie in einem großen Teich. Ab und zu kommt ein Storch vorbei. Er fischt eines der Kinder heraus, legt es vorsichtig in eine Windel, knotet die Windel an beiden Enden zusammen und fliegt damit zu Eltern, die sich ein Kind wünschen. Auf dem Bild oben kann man sehen, wie sich der Maler Carl Spitzweg das vorstellte.

Doch ob man dies glauben sollte? Wohl besser nicht! Früher allerdings haben die Erwachsenen den Kindern tatsächlich erzählt, die kleinen Menschenbabys würden vom Klapperstorch gebracht. Der Dichter Achim von Armin hat das so beschrieben:

Klapperstorch

Storch, Storch, Langbein,

Wann fliegst du in das Land herein,

Bringst dem Kind ein Brüderlein?

Wenn der Roggen reifet,

Wenn das Fröschlein pfeifet,

Wenn die goldnen Ringen

In der Kiste klingen,

Wenn die roten Appeln,

In der Kiste rappeln.

Offenbar war der Storch für die Menschen schon immer ein besonderer Vogel. Man nannte ihn nicht  nur "Klapperstorch", sondern manchmal auch "Adebar". Das bedeutet "Glücksbringer". So kann man die alte Geschichte vielleicht verstehen, denn welches Glück ist größer als die  Geburt eines Kindes?