45 Der Sperber
ist an der Oberseite dunkelbraun. Die Unterseite erscheint weißlich mit
braunen Querstreifen. Ein Sperber kann leicht mit dem Habicht
verwechselt werden, ist aber wesentlich kleiner. Die Männchen werden
etwa 28 cm lang, die Weibchen 38 cm.
Sperber
leben in Wäldern mit viel Gebüsch und Lichtungen. Sie jagen Vögel:
Das kleinere Männchen schlägt Tiere bis zur Größe der Amsel, das
Weibchen wagt sich auch an Wildtauben heran.
Im
April bauen Sperber ihr Nest, das Horst genannt wird, gewöhnlich in der
Krone von Nadelbäumen. Der Sperber brütet immer wieder im selben
Revier. Es kommt auch vor, dass das alte Nest aus dem Vorjahr wieder
hergestellt wird.
Das
Weibchen legt meistens 5 Eier in das Nest. Die Eier werden etwa 34 Tage
lang bebrütet. Das Weibchen wird während der Brutzeit und in den
ersten Wochen nach dem Schlüpfen der Jungen vom Männchen mit Nahrung
versorgt. Auch das Futter für die Jungtiere wird zunächst vom Vater
herbei geschafft.
Sperber
aus Nordeuropa sind Zugvögel. In Mitteleuropa bleiben sie meistens
ganzjährig in ihrem Revier.