48 Stockenten werden etwa 55 - 60 cm lang. Sie
erreichen eine Flügelspannweite von 95 cm. Man kann
männliche und weibliche Tiere meistens an ihrem unterschiedlichen
Federkleid erkennen. Der Erpel, das Männchen also, trägt ein
grau-braunes Gefieder. Der Kopf schillert in einer grünlichen
Färbung. Am Schwanz trägt er die so genannten "Erpellocken".
Der Schnabel ist grün-gelb. Die Weibchen sind braun-grau gesprenkelt, der
Schnabel dunkelgrau bis braun.
Im Juli und August jedoch ist das Gefieder
der männlichen Tiere kaum von dem der weiblichen Enten zu
unterscheiden. Lediglich ander Farbe der Schnäbel kann man beide
auseinander halten, denn sie ändert sich nicht. Den Wechsel des
Federkleides bezeichnet man als "Mauser".
Stockenten haben 10.000 Daunen und Federn.
Sie sind so gegen Nässe und Kälte gut geschützt. Sie fetten
ihr Federkleid immer wieder ein. Dabei entnehmen sie mit dem
Schnabel das Fett aus der Bürzeldrüse am Hinterleib.
Stockenten kommen fast überall vor, wo es
Teiche, Seen und Flüsse gibt. Sie ernähren sich von grünen
Pflanzen, ihren Samen und Früchten. Sie fressen aber auch Weichtiere,
Krebse, Kaulquappen, kleine Fische, Würmer, Schnecken und
Frösche. Sie lieben es zu "gründeln". Dabei tauchen sie mit
dem Kopf unter Wasser und suchen auf dem Boden eines flachen Gewässers
nach Nahrung.
Die Enten selbst werden von Füchsen,
Waschbären und Greifvögeln verfolgt, Ratten und Marder vergreifen sich
gern an den Gelegen der Tiere.
Die Weibchen beginnen im März mit dem Legen.
Die Nester bestehen aus einfachen, flachen Mulden am
Boden. Zu einem Gelege gehören meistens etwa 7 bis 16 Eier.
Die Brutzeit beträgt 25 bis 28 Tage. Die jungen Küken verlassen
nach einigen Stunden das Nest und können sofort schwimmen.
In ihren natürlichen Lebensräumen können
Stockenten etwa 10 bis 15 Jahre alt werden. Die bei uns
lebenden Enten bleiben auch im Winter in ihren Lebensräumen,
Stockenten aus Nord- und Osteuropa sind Zugvögel, die den
Winter in Gebieten verbringen, in denen sie offene Wasserstellen
finden.