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Das Wasserwerk in der Turmstraße in Nordhorn

Wasser für Nordhorn 

Bestimmt hast du dich heute Morgen gewaschen. Du hast etwas getrunken, deine Hose war gestern in der Waschmaschine, deine Mama hat ihre Blumen begossen und zur Toilette musst du auch immer wieder.

Für diese Dinge brauchen wir Menschen Wasser, viel Wasser sogar. Woher kommt dieses Wasser? Bevor es bei uns aus dem Wasserhahn sprudelt, hat es schon einen langen Weg hinter sich.

In der Stadt Nordhorn ist das so: Für die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser sorgt ein Wasserwerk in der Turmstraße. Dieses Werk betreibt mehrere Brunnen in zwei Vororten, die Hesepe und Klausheide heißen. Dort gibt es neun tiefe Brunnen, aus denen das Wasser gefördert wird.

Das Nordhorner Trinkwasser wird aus Grundwasser gewonnen. Gut, dass es in Klausheide und Hesepe manchmal tüchtig regnet, denn ohne Regen gäbe es kein Grundwasser. 

Eine Pumpenstube in Hesepe - Bild: G. Bischop

Die Brunnen sind bis zu 91 Meter tief. Starke Pumpen holen das Wasser aus dem Boden. Die Pumpenanlagen befinden sich in so genannten "Brunnenstuben". Deren Bedeutung ist auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Sie bestehen aus kleinen Holzhäusern, die von einem hohen Zaun umgeben sind.

Von Klausheide und Hesepe wird das Wasser zum Wasserwerk gepumpt. Die Leitung bis nach Nordhorn ist 12 Kilometer lang, die Rohre sind 50 bis 60 Zentimeter dick.

  

Aus diesem Raum wird die Förderung und die Verteilung des Wassers gesteuert.

Die Pumpen werden vom Wasserwerk aus gesteuert. Hier wird das Wasser auch aufbereitet. Es enthält nämlich zu viel Eisen und Mangan. Vom Eisen würde die Wäsche braun und Mangan macht krank. Deshalb müssen diese beiden Stoffe herausgefiltert werden. In einem Labor wird die Qualität des Trinkwassers ständig überprüft. 

Im Labor wird die Qualität des Trinkwassers ständig überprüft.

Nachdem diese beiden Stoffe entfernt sind, wird das Wasser zu den Haushalten gepumpt. Nordhorn liegt im Landkreis Grafschaft Bentheim in der südwestlichsten Ecke Niedersachsens. Hier leben etwas mehr als 52.000 Menschen. Sie verbrauchen jeden Tag etwa 8 Millionen Liter Trinkwasser. Im Jahr ergibt das eine Menge von mehr als 3 Milliarden Liter.

  

Starke Pumpen drücken das Wasser in die Leitungen.

Da das Wasser unter Druck steht, kommt es auch in den Wohnungen, die viele Meter über dem Erdboden liegen, aus dem Kran. Das ist gut so, denn sonst müsste jeder Einwohner jeden Tag im Durchschnitt 150 Liter in seine Wohnung schleppen.

Aber wahrscheinlich würden dann die meisten viel weniger Wasser verbrauchen. Vielleicht sollte man auch daran denken, dass Wasser Geld kostet. Für 1000 Liter Wasser muss man in Nordhorn 1,23 € bezahlen. Das heißt: Eine Klospülung kostet ungefähr 1 Cent.   Bilder: Hamsterkiste, G. Bischop

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