Hamsterkiste Lerngeschichte "Martin Luther"

 In lutherischen Kirchen erinnert noch vieles an katholische Kirchen, hier die Johanniskirche in Lüneburg - Bild: Hamsterkiste

8 Die neue Lehre verbreitet sich

Luthers Lehren und die Lutherbibel verbreiteten sich schnell. Immer mehr Fürsten sagten sich von der Katholische Kirche los und wurden „Lutheraner“. Meistens galt das dann auch für ihre Untertanen. Mönche und Nonnen verließen die Klöster und heirateten.

Luther kehrte nach Wittenberg zurück. In mehreren Predigten wandte er sich gegen allzu radikale Veränderungen. Im Jahr 1525 feierte er zum ersten Mal eine „Deutsche Messe“. Der Gottesdienst wurde in Deutsch und nicht mehr in Latein gehalten und beim Abendmahl wurde an die Gläubigen Brot und Wein ausgeteilt.

1530 übergaben einige Fürsten dem Kaiser Karl V. das „Augsburger Bekenntnis“, in der die wichtigsten Glaubensregeln der neuen Lehre zusammengefasst waren. Seitdem gab es evangelische und katholische Fürstentümer in Deutschland. 1546 kam es zu einem Krieg des Kaisers gegen einige protestantische Fürsten, die sich im Schmalkaldischen Bund zusammengeschlossen hatten. Auch der furchtbare Dreißigjährige Krieg, der von 1618 bis 1648 tobte, war teilweise in den Gegensätzen zwischen katholischen und protestantischen Fürsten begründet.

Neben dem lutherischen Bekenntnis verbreiteten sich von der Schweiz aus die Lehren von Johannes Calvin und Huldrich Zwingli, die schließlich zur Gründung der Evangelisch Reformierten Kirche führten. In England hatte sich der König Heinrich VIII. ebenfalls von der Katholischen Kirche abgewandt und die Anglikanische Kirche begründet. Die Christenheit in Europa ist seitdem in mehrere Kirchen gespalten.

In reformierten Kirchen ist alles auf die Kanzel ausgerichtet, Bilder fehlen (Ev. ref. Kirche in Neuenhaus, Nds.) - Bild: Hamsterkiste

Das solltest du herausfinden:

18. Was war im "Augsburger Bekenntnis" zusammengefasst?

19. Welche Kirchen entstanden außer der Evangelisch Lutherischen Kirche?