Bundesland Saarland


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Einwohnerzahl und Fläche

Im Saarland lebten am 31. Dezember 2015 auf einer Fläche von 2569 Quadratkilometern  insgesamt 995 597 Einwohner. Auf jedem Quadratkilometer wohnen also 387 Einwohner.

Hauptstadt

Die Hauptstadt des Saarlandes ist Saarbrücken. Die Stadt liegt am Fluss Saar und hat rund 178 151 Einwohner. Sie entstand 1909 aus dem Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach. Saarbrücken ist die einzige Großstadt im Bundesland Saarland. Als Wahrzeichen der Stadt gilt die Ludwigskirche. Diese prächtige evangelische Kirche ist im Jahr 1775 im Stil des Barock fertiggestellt worden. 1748 stellten die herrschenden Fürsten das aus drei Flügeln bestehende Schloss in der Innenstadt am Ufer der Saar fertig. Heute sind darin Verwaltungen und ein Museum untergebracht.

Blick auf die Saar und das Theater der Stadt Saarbrücken - Bild: Pixabay/PD

Andere große Städte

Andere größere Städte im Saarland sind Neunkirchen (46.369 Einwohner), Homburg (41 974), Völklingen (39.129), Sankt Ingbert (36 292), Saarlouis (34 768), Merzig (29 937) und Sankt Wendel (26.066). (Alle Einwohnerzahlen am 31.12.2015)

Flüsse

Die Saar, der das Bundesland seinen Namen verdankt, ist 235 km lang. Sie entsteht aus zwei Quellflüssen in Frankreich, der Roten und der Weißen Saar, und fließt dann 68 km durch das Saarland. Im Nachbarbundesland Rheinland-Pfalz mündet sie bei Konz in die Mosel. Bekannt ist die Saarschleife bei Merzig. Hier macht die Saar auf ihrem Weg nach Mettlach einen 10 km langen Umweg und verläuft in einem engen Bogen.

Die Saarschleife bei Merzig - Bild: Pixabay/PD

Die Blies ist ein 99 km langer Nebenfluss der Saar. Sie entspringt im Örtchen Selbach im Landkreis St. Wendel und fließt dann nach Süden. Auf 16 km Länge bildet sie die Staatsgrenze zu Frankreich. Hier mündet sie in der Stadt Sarreguemines, die auf deutsch Saargemünd genannt wird, in die Saar.

Die Prims entspringt im Hunsrück in Rheinland-Pfalz. Sie fließt zunächst nach Süden und erreicht bei der Stadt Nonnweiler das Saarland. Hier hat man die Prims zu einer Talsperre aufgestaut. Bei Dillingen mündet sie nach 91 km in die Saar.

Gebirge und Landschaften

Der Schwarzwälder Hochwald liegt im Norden des Landes. Er ist Teil des Hunsrücksgebirges und zieht sich von Mettlach bis nach Rheinland-Pfalz hinein. An der Grenze zwischen den beiden Bundesländern liegt der höchste Berg des Saarlandes, der Dollberg mit 695 Metern Höhe.

Der Schaumberg liegt im Landkreis St. Wendel bei dem Örtchen Theley. Er ist 569 Meter hoch und ragt aus einer ansonsten flachen Landschaft heraus. Deshalb bezeichnet man ihn auch als "Hausberg des Saarlandes".

Das Saargau erstreckt sich westlich der Saar von Süden nach Norden bis nach Konz in Rheinland-Pfalz. In dieser welligen Hügellandschaft wird intensiv Ackerbau betrieben, die höchsten Erhebungen sind etwa 400 Meter hoch.

Der Saarkohlenwald erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 60 km² zwischen Saarbrücken und Neunkirchen. Dieses Waldgebiet wurde früher stark wirtschaftlich genutzt, man verarbeitete das Holz zu Holzkohle oder verwandte es im Bergbau. Heute ist der Wald ein beliebtes Erholungsgebiet.

Der Bliesgau ist eine sanfte, hügelige Landschaft, die sich entlang des Flusses Blies entlangzieht. Typisch ist die Auenlandschaft entlang des Flusses, an die sich große Streuobstwiesen oder dichte Buchenwälder anschließen.

Das Saarland und Frankreich 

Das Saarland gehörte mehrmals in seiner Geschichte zum Nachbarland Frankreich. Im letzten Jahrhundert stand es nach dem Ersten Weltkrieg 15 Jahre unter Verwaltung des Völkerbundes, dem Vorläufer der Uno. Nach dem 2. Weltkrieg gehörte es zur französischen Besatzungszone und stand von 1947 bis 1956 unter dem Einfluss Frankreichs. Das Saarland durfte zunächst nicht der 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland beitreten. Wirtschaftlich war es mit dem Franc als Währung an Frankreich angeschlossen. Die Saarländer hatten in dieser Zeit eine eigene Staatsangehörigkeit und nahmen zum Beispiel mit eigenen Mannschaften an den Olympischen Spielen und an Qualifikationsspielen zu Fußballweltmeisterschaften teil. 1956 einigten sich Deutschland und Frankreich darauf, dass das Saarland in die Bundesrepublik aufgenommen werden sollte. Am 1. Januar 1957 wurde es neues Bundesland der Bundesrepublik. Die Deutsche Mark wurde erst  am 6. Juli 1959 eingeführt.

Von 1947 bis 1959 bezahlte man im Saarland mit französischen Franc, dann mit dem Saar Franken

(abgebildet sind Vorder- und Rückseite) - Bild: gemeinfrei

Benachbarte europäische Staaten

Das Saarland grenzt an die Nachbarländer Frankreich und Luxemburg.

Benachbarte Bundesländer

Rheinland-Pfalz ist das einzige benachbarte Bundesland des Saarlandes.

Große Unternehmen

Früher waren viele Menschen im Saarland im Steinkohlebergbau beschäftigt. 2012 schloss dann das letzte Bergwerk im Saarland. Heute ist die Automobilindustrie ein großer Arbeitgeber. Ford hat eine Fabrik in Saarlouis, die Autozulieferer Bosch, INA und Michelin in Homburg. Die Firma ZF Getriebe hat eine Niederlassung in Saarbrücken. Die Saarstahl AG und die AG der Dillinger Hüttenwerke in Völklingen und Dillingen sind zwei große Stahlfirmen. Das Unternehmen Villeroy & Boch AG aus Mettlach stellt Keramikwaren her.

Die Völklinger Hütte war von 1873 bis 1986 in Betrieb, sie gehört heute zum Weltkulturerbe - Bild: gemeinfrei

Parlament und Regierung

Gesetze für das Bundesland Saarland werden von den Abgeordneten des Landtages in Saarbrücken beschlossen. Die letzte Wahl fand im März 2017 statt. Im Landtag des Saarlandes sitzen zurzeit 51 Abgeordnete. Die Sitzverteilung:

Partei

Anzahl der Abgeordneten

CDU

24

SPD

17

LINKE

7

AfD

3

Seit der letzten Landtagswahl regieren CDU und SPD gemeinsam in einer so genannten Großen Koalition. Ministerpräsidentin ist Annegret Kramp-Karrenbauer von der CDU. Für die Schulen zuständig ist Bildungs- und Kultusminister Ulrich Commerçon von der SPD.

In diesem Gebäude in Saarbrücken tagt der Landtag des Saarlandes - Bild: userFlicka (CC BY-SA 3.0)

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