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Im Bärenpark in Bern leben Braunbären.

Hast du auch einen Teddy zu Hause? So einen zerknautschten, knuddeligen, weichen Bären, der alles mit sich machen lässt und ohne den du nicht einschlafen kannst? Bären sind niedlich. Oder?

Wenn du dies hier lesen kannst, weißt du es längst: Nur Spielzeugbären sind so. Die Bären, die in freier Natur leben, sind große Raubtiere. Sie können auch Menschen gefährlich werden. Bei Bauern sind sie wenig beliebt, weil sie manchmal Haustiere reißen. Weil das so ist, wurden sie in weiten Teilen Europas ausgerottet.

Aber der Bär galt auch immer als Sinnbild von Kraft und Stärke. Oft wurde er deshalb in das Wappen von Städten und adligen Familien übernommen.

Auch in Bern, der Hauptstadt der Schweiz, und im Kanton Bern gilt der Bär als Wappentier. Seit alters her werden daher in Bern Bären gehalten. Früher waren sie in Bärengraben untergebracht, heute gibt es einen großen Bärenpark. Er liegt am Ufer der Aare und ist Teil des Tierparks Dählhölzli. Die Anlage umfasst 6000 Quadratmeter, es gibt Büsche und Bäume, Höhlen und einen Wassergraben. Dort kann sie jeder beobachten und einiges über Bären erfahren.

Zurzeit leben 3 Bären in dem Park. Sie gehören zur Art der Europäischen Braunbären. Diese Bären erreichen vom Kopf bis zum Rumpf eine Länge von bis zu 2,80 m und werden etwa 300 kg schwer. Die Grizzlys und Kodiakbären in Nordamerika sind ebenfalls Braunbären und noch deutlich größer und schwerer.

Bären sind Allesfresser. Etwa 80 Prozent ihrer Nahrung bestehen aus Beeren, Früchten und anderen Pflanzenteilen. Außerdem erbeuten sie kleine und große Tiere, von Käfern bis zu jungen Elchen. Honig und Fische mögen sie besonders gern und auch Aas verschmähen sie nicht. Bei der Nahrungssuche verlassen sie sich vor allem auf ihre gute Nase und ihr Gehör. Sehen können sie nicht so gut.

Bären bewegen sich auf dicken, behaarten Ballen. An jedem Fuß haben sie fünf Zehen, jeder ist mit bis zu 8 cm langen Krallen ausgestattet. Sie erreichen für kurze Zeit Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h, damit sind sie deutlich schneller als jeder Mensch. Bären tragen ein dichtes Fell, das im Winter noch dichter und rauer wird. Sie sind gute Schwimmer und junge Bären können auch auf Bäume klettern.

Braunbären leben meistens allein. Nur in der Paarungszeit, die von Mai bis Juli dauert, kann man männliche und weibliche Tiere für kurze Zeit zusammen beobachten. Der Nachwuchs wird am Ende des Winters geboren. Die jungen Bären werden gesäugt und leben 1 bis 3 Jahre mit der Mutter zusammen.

Im Spätsommer und im Herbst fressen sich Bären einen Fettvorrat an. In der kalten Jahreszeit ziehen sie sich in einen Bau oder eine Höhle zurück und halten Winterruhe. Bären können in freier Natur bis zu 30 Jahre alt werden, in Gefangenschaft sogar bis zu 50 Jahre.

Es gibt 8 Bärenarten: Außer den Braunbären zählen dazu die Amerikanischen Schwarzbären, die Eisbären, die Kragenbären, die Lippenbären, die Maleienbären, die Brillenbären und die Großen Panda.

Zu welcher Bärenart gehört eigentlich dein Teddy?

Braunbären werden bis zu 300 kg schwer.

Bären können sehr gut riechen, gut hören, aber nicht sehr gut sehen.

 Das dicke Fell ist im Winter besonders dicht und rau.

 Die Krallen an den 5 Zehen werden etwa 8 cm lang.

Bären können in freier Natur bis zu 30 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 50 Jahre alt werden

 Der Bärenpark in Bern am Ufer der Aare - Alle Bilder: Hamsterkiste

Weitere Materialien für den Unterricht:

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