Schweiz
(Schweizerische Eidgenossenschaft)


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Fläche und Einwohnerzahl

In der Schweiz lebten am 30. September 2016 insgesamt 8.391.973 Menschen auf einer Fläche von 41.285 Quadratkilometern. Auf einem Quadratkilometer wohnen also 203 Einwohner.

Hauptstadt und Bundesländer

Die Hauptstadt der Schweiz ist Bern. In dieser Stadt lebten im November 2016 insgesamt 141.762 Einwohner. In Bern ist der Sitz der obersten Bundesbehörden. Sie wird offiziell allerdings seit dem Jahr 1848 nicht als Hauptstadt, sondern als Bundesstadt bezeichnet.

Andere große Städte

Zürich hat mit 396.027 Einwohnern die meisten Einwohner aller Schweizer Städte. Weitere Großstädte sind Genf mit 201.164, Basel mit 175.131, Lausanne mit 135.629 sowie Winterthur mit 108.044 Einwohnern. Große Städte mit mehr als 50.000 und weniger als 100.000 Einwohnern sind Luzern, St. Gallen, Lugano und Biel/Bienne. (Zahlen per 31. Dezember 2015).

Blick auf das Zentrum von Zürich - Bild: pixabay.com

Die Kantone der Schweiz

Die Schweiz ist ein Bundesstaat. Das wichtigste Gesetz der Schweiz ist die Verfassung, welche die "Schweizerische Eidgenossenschaft" als Namen des Staates bestimmt. Dieser Staat wird von 26 Kantonen gebildet: Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden, Glarus, Zug, Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Aufgaben, welche die Kraft der Kantone übersteigen oder eine einheitliche Regelung für alle erfordern, werden vom Bund übernommen.

 Die Kantone der Schweiz - Bild: TUBS (CC BY-SA 3.0)

Flüsse

Der Rhein ist insgesamt 1232 Kilometern lang. Unter allen europäischen Flüssen, die in ein Meer münden, steht er damit an 7. Stelle. 376 Kilometer verläuft er auf schweizerischem Gebiet, bevor er sich nach Norden wendet. Im Quellgebiet des Rheins im Kanton Graubünden entspringen mehrere kleine Zuflüsse, aus denen der Vorderrhein und der Hinterrhein entstehen. Bei Reichenau fließen die beiden zum Alpenrhein zusammen. Nachdem der Rhein den Bodensee durchflossen hat, wird er als Hochrhein bezeichnet und bildet weitgehend die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland. Bei Schaffhausen gibt es den Rheinfall, einen der größten Wasserfälle in Europa.

Der Zusammenfluss von Vorderrhein und Hinterrhein bei Reichenau - Bild: Albinfo (PD)

Die wasserreiche Aare ist 288 Kilometer lang und damit der längste Fluss, der ausschließlich auf Schweizer Gebiet verläuft. Sie entspringt in den östlichen Berner Alpen, durchfließt die Kantone Bern, Solothurn und Aargau sowie den Thuner See, den Wohlensee und den Bieler See. Sie mündet bei Koblenz (Kanton Aargau) in den Rhein.

Die Rhone ist insgesamt 812 Kilometer lang, davon verlaufen 267 Kilometer in der Schweiz. Sie beginnt im Kanton Wallis am Rhonegletscher und fließt dann durch den Genfer See weiter nach Frankreich. Hier wird sie zum wasserreichsten Fluss dieses Nachbarlandes, bildet im Süden das Rhonedelta aus und mündet schließlich in das Mittelmeer.

Die Reuss ist mit einer Länge von 164 Kilometern der viertlängste Fluss der Schweiz. Sie entspringt aus einem kleinen Bergsee oberhalb des Furkapasses und mündet unterhalb von Brugg in die Aare.

Andere Flüsse in der Schweiz sind unter anderem die Orbe, die sich mit dem Talent zur Zihl vereint, sowie die Linth, die in den Zürichsee mündet und aus der dann die Limnat entsteht.

Gebirge und Landschaften

Die Schweiz lässt sich in drei große landschaftliche Räume einteilen: Das Mittelland umfasst etwa 30 Prozent des Staatsgebiets. Es ist eine relativ flache, hügelige Landschaft, die etwa 400 bis 600 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Das Mittelland ist dicht besiedelt. Der Jura im Nordwesten nimmt etwa 10 Prozent der Fläche der Schweiz ein. Es ist eine junge Gebirgsregion, deren Gipfel Höhen von bis zu 1720 Meter erreichen. Die restlichen 60 Prozent des Landes werden von den Alpen bedeckt, zu denen auch die Voralpen gehören. Darunter versteht man das Gebiet zwischen Mittelland und Alpen.

In den Schweizer Alpen gibt es 48 Gipfel, die höher sind als 4000 Meter, außerdem 1161 Dreitausender und 2132 Zweitausender.

Der höchste Berg der Schweiz ist die 4643 m hohe Dufourspitze. Andere bekannte Berggipfel sind der Dom, der eine Höhe von 4545 m erreicht, das Matterhorn (4478 m), der Mönch (4107 m), die Jungfrau (4158 m), der Piz Bernina (4049 m) sowie der Eiger (3970 m)

Das Matterhorn ist einer der bekanntesten Gipfel in den Schweizer Alpen - Bild: pixabay.com

In den Eiszeiten bildeten sich in den Alpen viele Gletscher. Diese gewaltigen Eismassen füllen Täler aus und formen sie. Die größten und längsten Gletscher der Schweizer Alpen sind der Grosse Aletschgletscher und der Gornegletscher.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts erreichten die Gletscher ihre größte Ausdehnung. Seitdem gehen sie weltweit deutlich zurück, da die durchschnittlichen Temperaturen ansteigen. In den letzten 40 Jahren nahm die Fläche der Schweizer Gletscher um etwa 30 Prozent ab.

Der Grosse Aletschgletscher in den Walliser Alpen - Bild: pixabay.com

Seen

Der größte See ist der Genfersee. Von seiner Gesamtfläche von 580 Quadratkilometern hören 345,3 Quadratkilometer zur Schweiz, der Rest zu Frankreich. Dort wird er Lac Lémon genannt.

Auch vom Bodensee gehört nur ein Teil zur Schweiz, nämlich 172,9 von 536 Quadratkilometern, der Rest zu Deutschland und Österreich.

Der Neuenburgersee (französisch Lac de Neuchatel) ist mit einer Fläche von 217,9 Quadratkilomerern der größte See, der ausschließlich auf Schweizer Boden liegt.

Der Langensee (Lago Maggiore) hat eine Gesamtfläche von 212,5 Quadratkilometern, von der 42,3 zur Schweiz und 180,2 zu Italien gehören.

Andere Seen in der Schweiz sind zum Beispiel der Vierwaldstättersee, der Zürichsee, der Thunersee und der Bielersee.

Der Langensee (Lago Maggiore) gehört im nördlichen Bereich zur Schweiz, im südlichen zu Italien - Bild: Hamsterkiste

Wirtschaft

Die Schweiz gilt weltweit als eines der wohlhabendsten Ländern. Obwohl sie nur über eine relativ geringe Einwohnerzahl verfügt, steht sie in Europa auf Platz 10 der wirtschaftlich stärksten Länder.

Die Wirtschaftsbetriebe des Landes sind sehr auf den Export von Waren ausgerichtet. Schwerpunkte sind die Chemieindustrie und die Pharmaindustrie, der Maschinenbau sowie die Elektro- und Metallindustrie. Traditionell sehr bedeutend sind Betriebe der Feinmechanik, die Uhren, Schmuck und medizinische Geräte herstellen. Auch der Finanz- und Bankensektor ist sehr wichtig. Hier sind etwa 210 000 Menschen und damit 6 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt. Ungefähr 3, 7 Mio Beschäftigte (76 %) arbeiten im Dienstleistungssektor, nicht zuletzt im Tourismus. In den letzten Jahren werden immer mehr Produkte im Bereich der Umwelttechnik hergestellt. Auch der Handel mit Rohstoffen spielt in der Schweiz eine bedeutende Rolle.

Nachbarländer und Sprachen

Im Osten grenzt die Schweiz an Österreich und Lichtenstein, im Süden an Italien, im Westen an Frankreich und im Norden an die Bundesrepublik Deutschland.

Im Norden und Nordosten sprechen die Menschen Deutsch, das für etwa zwei Drittel der Schweizer Muttersprache ist. Im Westen wird von etwa einem Viertel aller Schweizer Französisch gesprochen. Für etwas mehr als 8 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz ist die Muttersprache Italienisch. Sie leben vor allem im Tessin und in einigen Tälern im Süden. Eine Minderheit von etwa 0,6 Prozent aller Bewohner spricht Rätoromanisch.

Alle vier Sprachen sind Amtssprachen. Die meisten Schweizer sprechen neben ihrer Muttersprache noch ein oder zwei andere Landessprachen, außer den Fremdsprachen, die sie in der Schule lernen.

Die Schweiz liegt zwar mitten in Europa, ist jedoch nicht Mitglied der Europäischen Union (EU). Sie ist allerdings mit der EU durch viele Verträge verbunden. Die Währung der Schweiz ist der Franken.

Parlament und Regierung

Die Bürgerinnen und Bürger der Schweiz haben weitgehende Mitbestimmungsrechte in den Gemeinden, in den Kantonen und im Bund. Sie können z. B. eine Volksinitiative "lancieren". Damit sind Vorschläge für Änderungen der Verfassung oder für Gesetze gemeint, über die landesweit abgestimmt werden muss, wenn sich innerhalb von 18 Monaten 100 000 Menschen finden, die sie unterstützen. In einem Referendum können die Schweizer Bürgerinnen und Bürger auch direkt über ein Gesetz abstimmen. Stimmberechtigt sind alle mündigen Männer und Frauen ab 18 Jahren mit Schweizer Nationalität.

In der Schweiz gibt es rund 2400 Gemeinden. Ungefähr ein Fünftel von ihnen haben ein Parlament, also eine von den Bürgerinnen und Bürgern gewählte Vertretung. In den anderen Gemeinden entscheidet die Gemeindeversammlung über alle wichtigen Belange. An der Gemeindeversammlung können sich alle Stimmberechtigten beteiligen.

In den 26 Kantonen werden alle Angelegenheiten, die die Kantone selbständig verwalten können, durch ein eigenes Parlament, eine Regierung und eigene Gerichte geregelt. In den Parlamenten der Kantone sind 50 bis 180 Abgeordnete vertreten, die vom Volk gewählt werden. Auch die Mitglieder der Regierungen werden direkt gewählt.

Für die Außenpolitik, für die Landesverteidigung, das Zoll- und das Geldwesen sowie die landesweit gültigen Gesetze ist der Bund zuständig. Wichtige Entscheidungen werden hier vom Parlament beraten und beschlossen. Es besteht aus dem Nationalrat und dem Ständerat.

Dem Nationalrat gehören 200 Abgeordnete an, die von den stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürgern für vier Jahre gewählt werden. Die Anzahl der Sitze der einzelnen Kantone im Nationalrat richtet sich nach der Bevölkerungszahl.

Der Ständerat besteht aus 46 Frauen und Männern. Diese werden von den Stimmberechtigten ebenfalls für vier Jahre gewählt. 20 Kantone sind mit je zwei Sitzen vertreten, 6 kleinere Kantone jeweils nur mit einem Sitz.

Nationalrat und Ständerat beraten und beschließen meistens getrennt, in bestimmten Angelegenheiten aber auch gemeinsam als so genannte Vereinigte Bundesversammlung.

Nationalrat und Ständerat treten in der Regel viermal im Jahr zu Sessionen zusammen. Eine Session dauert drei Wochen.

Die Regierung der Schweiz besteht aus 7 gleichberechtigten Mitgliedern. Sie bilden den Bundesrat. Alle Mitglieder des Bundesrates werden von der Vereinigten Bundesversammlung für 4 Jahre gewählt. Eines der 7 Mitglieder des Bundesrates leitet als Bundespräsident oder als Bundespräsidentin die Sitzungen des Bundesrates. Sie sind keine Staatoberhäupter wie in Deutschland und Österreich und werden jeweils nur für 1 Jahr bestimmt.

Nationalrat, Ständerat und Bundesrat halten ihre Sitzungen im Bundeshaus in Bern ab.

Das Bundeshaus in Bern - Bild: Flooffy (CC BY-SA 3.0)

Wenn du mehr wissen willst ...

 Noch mehr Informationen über die Schweiz findest du zum Beispiel bei

wowarstdu.de

kidscat.ch

auf den Seiten des Bundesrates

... oder hier in der Hamsterkiste.

Zusätzliche Materialien für den Unterricht

Zu diesem Steckbrief gibt es

Erkundungsaufgaben als PDF-Version

und als ODT-Version

Entdeckertour Schweiz, auch als ODT-Datei und mit Hamsterkistequiz

Finde mit der Hamsterkisteprüfung heraus, was du gelernt hast.

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