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Spanien


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Fläche und Einwohnerzahl

Spanien hatte am 1. Januar 2016 insgesamt 46.438.422 Einwohner auf einer Fläche von 505.970 Quadratkilometern. Auf einem Quadratkilometer leben also 92 Menschen. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 230.

Hauptstadt und Regionen

Der zentrale Platz in Madrid heißt Plaza Mayor - Bild: Hamsterkiste

Die Hauptstadt Spaniens heißt Madrid. Die Stadt ist mit 3.165.541 Einwohnern auch die größte Stadt des Landes. In Madrid gibt es unter anderem das Museum Prado, das Museum Sofia Reina, den großen Platz Plaza Mayor, die vielen kleinen Speisenangebote, die man "Tapas" nennt und nicht zuletzt die Fußballvereine Real und Athletico.

Spanien besteht aus 17 so genannten Autonomen Gemeinschaften oder Regionen, zu denen jeweils eine oder mehrere Provinzen gehören.

Die größten Regionen sind Andalusien, Aragonien, Asturien, Balearische Inseln, das Baskenland, die Kanarischen Inseln, Kantabrien, Kastilien-La Mancha, Kastilien/Leon sowie Katalonien.

Andere große Städte

Andere große Städte in Spanien sind Barcelona, Valencia, Sevilla, Saragossa, Malaga, Murcia, Palma de Mallorca, Las Palmas de Gran Canaria, Bilbao, Alicante, Cordoba und Valladolid. Etwa 60 Städte in Spanien haben mehr als 100 000 Einwohner und sind daher Großstädte.

Die Rambla, eine der Prachtstraßen in Barcelona, der Hauptstadt der Region Katalonien - Bild: Hamsterkiste

Sevilla ist die Hauptstadt der Region Andalusien - Bild: Hamsterkiste

Flüsse

In Spanien gibt es mehr als 1800 Flüsse. Doch die meisten sind klein und viele trocknen in den Sommermonaten vollständig aus. Die fünf längsten Ströme bilden Flusssysteme, die zur Entwässerung des Landes und zur Wasserversorgung der Menschen entscheidend beitragen.

Der Tajo entspringt im Osten Spaniens in der Sierra de Albaracín. Er mündet bei Lissabon in Portugal in den Atlantischen Ozean. In Portugal heißt er Tejo. Er ist 1007 Kilometer lang und fließt in Spanien unter anderem durch die Städte Aranjuez und Toledo.

Der Ebro ist der bedeutendste Fluss im Nordosten Spaniens. Er entspricht in der Sierra del Cordel im Kantabrischen Gebirge. Er fließt durch das berühmte Weinbaugebiet La Rioja und die Großstädte Logroño und Saragossa. Nach 925 Kilometern mündet er in einem großen Delta ins Mittelmeer.

Der Ebro bei Saragossa - Bild: aus Wikipedia (gemeinfrei)

Der Duero (oder Douro) ist ein Fluss im Nordwesten. Er entspringt in der Provinz Soria und mündet bei der Stadt Porto in Portugal in den Atlantik. Er erreicht eine Länge von 897 Kilometern.

Der Guadiana fließt durch Spanien und Portugal und fließt streckenweise die Grenze zwischen beiden Ländern. Er ist 742 Kilometer lang, fließt durch die Städte Badajoz und Mérida und mündet in den Atlantik.

Der Guadalquivir ist 657 Kilometer lang und damit der längste Fluss in Andalusien. Er fließt durch die Städte Córdoba und Sevilla und mündet bei Sanlúcar de Barameda in den Atlantischen Ozean. Der Guadalquivir ist der einzige Fluss in Spanien, auf dem auch Frachtschiffe fahren können.

In den gebirgigen Gegenden des Landes werden Flüsse auch immer wieder zu Stauseen aufgestaut, um die Wasserversorgung zu sichern und zur Stromerzeugung zu dienen.

 Der Ter in Katalonien ist zu mehreren Stauseen aufgestaut, hier der Pantà de Sau - Bild: Hamsterkiste

Gebirge und Landschaften

Spanien ist weitgehend von Gebirgen bedeckt. Im Zentrum des Landes befindet sich die Meseta, auch Hochland von Kastilien genannt, das zwischen Höhen von 500 bis 900 Metern schwankt. Es gibt außerdem 6 große Gebirgsketten.

Durch die Pyrenäen im Norden verläuft die Grenze zu Frankreich. Ihre höchste Erhebung ist der Pico de Aneto mit einer Höhe von 3404 Metern.

Durch die Pyrenäen verläuft die Grenze zu Frankreich - Bild: Hamsterkiste

Westlich der Pyrenäen verläuft das Kantabrische Gebirge mit dem Torre de Ceredo (2648 Meter) als höchstem Gipfel.

In der Mitte liegt das Kastilische Scheidegebirge, das von Ost nach West verläuft, Höhen von etwa 2600 Metern erreicht und sich in Portugal als Serra de Estrela fortsetzt.

Im Nordosten wird die Meseta vom Iberischen Randgebirge begrenzt. Es verläuft von Nordwesten nach Südosten und bildet die Wasserscheide zwischen den Flüssen, die in das Mittelmeer und denen, die in den Atlantischen Ozean münden.

Weiter südlich begrenzt die Sierra de Morena das Hochland von Kastilien und trennt es von flachen Gebieten um den Guadalquivir.

Im Süden verlauft die Betische Kordilliere. Dazu gehört auch das Gebirgssystem der Sierra Nevada, das "schneebedeckte Gebirge" mit dem Gipfel des Mulhacen, der eine Höhe von 3482 Metern erreicht. Er ist damit der höchste Berg auf dem spanischen Festland.

Der höchste Berg Spaniens ist jedoch der Teide auf der Insel Teneriffa mit einer Höhe von 3718 Metern.

Der Teide auf der Insel Teneriffa ist der höchste Berg Spaniens - Bild: Hamsterkiste

Wirtschaft

Wichtigster Wirtschaftszweig Spaniens ist der Tourismus. Im Jahr 2016 zählte man mehr als 75 Millionen Touristen. Sie suchen Erholung an den Küsten und auf den Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza im Mittelmeer sowie den Kanarischen Inseln im Atlantik, zu denen Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und La Hierro gehören.

Ein Strand auf der Ferieninsel Mallorca- Bild: Hamsterkiste

Außer dem Tourismus ist auch die Landwirtschaft bedeutend, hier besonders der Anbau von Wein.Eeinige große Banken, Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie wie zum Beispiel Telefonica sowie Unternehmen, die das Land mit Energie versorgen gehören zu weiteren wichtigen Wirtschaftszweigen.

Nachbarländer

Spanien grenzt im Westen an Portugal, im Norden an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Südlich von Spanien liegt Marokko, das aber durch die Straße von Gibraltar getrennt ist und zu Afrika gehört. Die beiden Städte Melilla und Céuta an der Küste Nordafrikas gehören ebenso zu Spanien. Der Felsen von Gibraltar wurde in einem Vertrag aus dem Jahr 1713 an Großbritannien abgetreten.

Spanien war einmal eine Weltmacht

Mit der Entdeckung eines Seeweges nach Amerika durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 begann die Eroberung Süd- und Mittelamerikas durch spanische Adlige und Abenteurer, die dort bestehenden Reiche der Inkas und der Azteken wurden dabei zerstört.

Die Eroberer waren vor allem an Gold und Silber interessiert, das oft geraubt und mit vielen Schiffen nach Spanien transportiert wurde. Die einheimische Bevölkerung mussten Christen werden, dabei wurde oft Gewalt eingesetzt.

Spanien wurde zu einer bedeutenden Seemacht. Einige Familien wurden sehr reich. Das 16. und das 17. Jahrhundert galten als "goldene Jahrhunderte", in der auch Kunst und Kultur blühte. Doch der Reichtum gelangte nur in die Hände weniger, denen außerdem ein großer Teil des spanischen Grund und Bodens gehörte. Die meisten Menschen blieben arm und viele fristeten als Tagelöhner ihr Leben. Durch Kriege um die Vorherrschaft in Europa und durch Staatsverschuldung sank die Bedeutung Spaniens immer mehr herab.

Die Kolonien in Amerika gingen verloren. In den Staaten, die sich in Süd- und Mittelamerika bildeten, wird jedoch bis heute vor allem Spanisch gesprochen, nur in Brasilien spricht man Portugiesisch.

Das Grabmal des Christoph Kolumbus in der Kathedrale von Sevilla - Bild: Hamsterkiste

Königreich Spanien

Spanien ist ein Königreich. Im Jahr 1230 entstand das Königreich Kastilien, das sich in den folgenden Jahrhunderten ausbreitete. Der König Karl I. war als Karl V. von 1519 bis 1556 gleichzeitig Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und herrschte über ein Reich, "in dem die Sonne nicht unterging", weil Spanien inzwischen große Kolonien in Südamerika erobert hatte.

Von 1931 bis 1975 war Spanien zunächst eine Republik, dann eine Diktatur unter dem General Francisco Franco. Nach seinem Tod wurde Spanien eine so genannte konstitutionelle Monarchie. Ein König ist zwar das Staatsoberhaupt des Landes, aber die eigentliche Regierungsgewalt liegt bei dem Parlament und bei der Regierung, die von einem Ministerpräsidenten geleitet wird. Der derzeitige König von Spanien heißt Felipe VI.

Der Königliche Palast ist das Madrider Stadtschloss und die offizielle Residenz des spanischen Königshauses. - Bild: Hamsterkiste

Parlament und Regierung

Gesetze werden in Spanien von der Cortes Generales beschlossen. Sie bestehen aus dem Congreso de los Diputados (Abgeordnetenhaus) und dem Senado (Senat). Dem Abgeordnetenhaus gehören 350 Abgeordnete an. Der Senat wird aus Vertretern der Regionen gebildet, zurzeit sind es 259.

Die Mitglieder der beiden Kammern werden alle 4 Jahre neu gewählt. Wahlberechtigt sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren. Der Ministerpräsident oder die Ministerpräsidentin des Landes werden allein vom Congreso de los Disputados gewählt. Derzeitiger Ministerpräsident ist Mariano Rajoy.

Das Parlamentsgebäude für den Congreso de los Diputados in Madrid - Bild:

Wenn du mehr wissen willst ...

Weitere Informationen über Spanien findest du zum Beispiel

im Kindernetz des SWR

bei Helles Köpfchen.de

bei der Geo-Biene

Zusätzliche Materialien für den Unterricht

Zu diesem Steckbrief gibt es

Erkundungsaufgaben als PDF-Version

und als ODT-Version

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