Hamsterkiste - Lerngeschichte

Inhaltsverzeichnis

9 Getreideernte

Im Juli oder August ist das Getreide reif und kann  geerntet werden. Früher war das für die Bauern eine arbeitsreiche Zeit.

Getreideernte mit einer Sense. Eine besondere Kleidung schützte die Binderin vor 

Verletzungen durch die pieksenden Halme - Bild: Fritz Raafkes

Viele Jahrhunderte lang wurde das Getreide mit  Sensen und Sicheln geschnitten. Später kamen dann einfache Mähmaschinen auf, die von Pferden oder Traktoren gezogen wurden.

Das Getreide wurde später mit einfachen Mähmaschinen geschnitten - Bild: Fritz Raafkes

Mehrere Halme wurden zu einer so genannten Garbe gebunden. Diese Garben stellte man zusammen, um sie weiter trocknen zu lassen.

Mehrere Garben wurden zusammengestellt um weiter zu trocknen - Bild: Fritz Raafkes

Nach einigen Tagen holte man die Garben vom Feld  und lagerte sie in der Scheune.

Schließlich holte man die Garben vom Feld und lagerte sie auf dem Speicher oder in der Scheune - 

Bild: Digitales Archiv Lage 1948

Im Winter wurde auf der Tenne oder in der Scheune  gedroschen. Dazu verwendete man Dreschflegel,  mit denen die Körner aus den Ähren geschlagen  wurden.

Bevor es Dreschmaschinen gab wurde das Getreide mit Dreschflegeln ausgedroschen

Bild: Fritz Raafkes

Als Oma klein war, gab es zunehmend  Dreschmaschinen, die von einem Traktor gezogen  und angetrieben wurden. Diese Maschinen konnten  auch im Sommer direkt auf einem Feld eingesetzt  werden. Das sparte Zeit, es war dennoch mit  schwerer und staubiger Arbeit verbunden.

Die Erfindung von Dreschmaschinen brachte viele Erleichterungen mit sich, die Arbeit war dennoch 

schwer und staubig - Bild: Digitales Archiv Lage 1954

Die Landwirte heute benutzen zur Getreideernte nur noch Mähdrescher. Eine solche Maschine mäht  mehrere Meter des Feldes auf einmal ab.

Ein moderner Mähdrescher schneidet und drischt das Getreide, sammelt die Körner in einem Korntank 

und häckselt das Stroh - Bild: Hamsterkiste

Er schneidet die Halme ab und drischt sofort die  Körner aus den Ähren. Das Stroh wird gehäckselt  oder zu Ballen gepresst. Die Getreidekörner werden  in einem Tank gesammelt. In einen Korntank passen je nach Größe ca. 1000 bis 10.000 Liter. Zum Entladen braucht der Mähdrescher nicht anzuhalten. Er entlädt die Körner beim Fahren und drischt dabei weiter. Nur das Stroh bleibt auf dem Feld zurück.

Das solltest du herausfinden:

11. Wie hat man früher Getreide gedroschen?

12. Mit welcher Maschine wird heute Getreide geerntet?