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| Richtig schreiben | ||||||||||
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Hier finden Sie keine Rechtschreibübungen. Kinder in der Grundschule verbringen viel Zeit mit Rechtschreibung. Die Rechtschreibleistungen lassen dennoch sehr zu wünschen übrig - oder vielleicht gerade deshalb. Deshalb plädiert diese Seite für ein anderes Verständnis vom Schreiben in unseren Schulen. Natürlich muss man auch lernen, orthografisch richtig zu schreiben, aber "richtig" schreiben bedeutet unendlich mehr. Hier werden in erster Linie praxistaugliche Ideen vorgestellt. Texte am Computer kann man leicht verbessern, Bleistiftgeschichten auch. Ein Wörterbuch sollte jedenfalls immer zur Hand sein. Also los:
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Ein Buch zum Abschluss der Grundschulzeit |
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Im Sommer geht für viele Grundschulkinder ein erster Schulabschnitt zu Ende. Das finden viele doof (auch pädagogische Fachleute), aber es ist nicht zu ändern. Sicher ist das noch kein Anlass, Memoiren zu schreiben. Aber da viel passiert ist, könnten die Kinder doch ein schön gestaltetes Buch über ihre Grundschulzeit verfassen. Am besten jeder eins, dann hat man auch in 30 Jahren noch etwas davon. |
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Kinderbücher |
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Man kann sich ohnehin fragen: Warum sind Kinderbücher eigentlich immer nur Bücher für Kinder? Könnten nicht Kinder auch andere, eigene Bücher schreiben? Wie viele tolle Geschichten mögen schon in Klassenarbeits- oder sonstigen Heften verloren gegangen sein. Wie wäre es, wenn die Texte eines Schuljahres (oder mindestens die besten) am Ende zu einem (möglichst auch bewusst und nett gestalteten) Buch gebunden würden? Die Kinder schreiben mit der Hand oder mit dem Computer. Man müsste die Texte einfach nur sammeln. Und weil sie ja aufbewahrt und von möglichst vielen anderen Menschen gelesen werden sollten, muss man sich besonders viel Mühe geben, auch mit der äußeren Form und der Rechtschreibung. Selbstverständlich wird jede Geschichte auch illustriert, oder? |
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ABC-Geschichten |
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In der Hamsterkiste findet man ABC-Geschichten der Pestalozzischule Gladbeck und Kinder der Glückauf-Grundschule in St. Andreasberg. Die kann man aber auch selber schreiben. |
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Montagsgeschichten |
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Besonders am Montag, nach einem manchmal regen- meistens jedoch vor allem fernsehreichen Wochenende könnten Kinder doch einfach mal aufschreiben, was sie am Wochenende oder in den Tagen davor getrieben haben. |
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"Ich habe euch einen Brief geschrieben" |
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Lehrerin oder Lehrer schreiben an alle Kinder einen Brief. Sie bitten die Kinder zu antworten. So merken auch Lehrerin oder Lehrer, dass das Schreiben von Briefen manchmal gar nicht so einfach ist. |
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"Jungen sind stark und Mädchen sind lieblich..." |
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... denkt der Mauser in der Janosch-Geschichte "Löwenzahn und Seidenpfote". Oder stimmt das etwa gar nicht? Kinder haben dazu bestimmt eine Meinung. |
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Zettelbriefe |
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Jedes Kind der Klasse bekommt ein (möglichst liniertes) Blatt. Im oberen Teil schreibt es an ein anderes Kind der Klasse einen Brief. Der untere Teil bleibt frei für die Antwort. Schreibpartner/innen werden ausgelost. |
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Franziska hat Geburtstag... |
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... und würde sich riesig über eine Geburtstagskarte freuen. Und alle Kinder der Klasse schreiben lieber eine Karte an Franziska als noch eine Übung zur Groß- und Kleinschreibung. Auch Frank, der im Krankenhaus liegt, freut sich über liebevolle Post, aber die bekam er doch immer schon, oder? |
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"Oma, wie war das eigentlich damals ..." |
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... in der Schule, ohne Fernseher, ohne Auto. Omas haben so viel zu erzählen. Und die meisten würden gern einiges aufschreiben... Klar, vorher muss man Oma natürlich fragen, aber nicht etwa am Telefon... |
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Die rasenden Reporter... |
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... aus der 3. Klasse sind alle ausgeschickt worden, um vom sportlichen Großereignis, dem Spiel der E-Jugend von TUS Großkleckersdorf gegen Cosmos Getelo zu berichten. Aber, wie das bei Reportern so ist, jeder hat etwas anderes gesehen. Man kann auch eine Reportage für das Radio vorbereiten, vielleicht sogar eine Konferenzschaltung. Nicht nur über ein Fußballspiel. |
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Die Schulchronik ... |
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... wurde seit 40 Jahren nicht mehr geführt. Wenn man in den alten Kladden blättert, stößt man auf viele interessante Dinge. Auch in 100 Jahren möchte vielleicht jemand in der alten Chronik lesen. Wär' doch schade, wenn dann niemand etwas aufgeschrieben hätte. Besonders würde sich dieser Leser freuen, wenn Kinder die Beiträge für die Chronik geschrieben hätten. |
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Das Klassentagebuch |
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Es wäre doch schade, wenn die vielen lustigen und ernsten, wichtigen und unwichtigen Ereignisse im Laufe eines Schuljahres einfach nur vorbeirauschten. |
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Das Tierbuch der Klasse |
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umfasst am Ende des Schuljahres bestimmt viele, viele Seiten. Jedes Kind hat mehrere Tiere beschrieben. Vor allem findet man aber Berichte über Erlebnisse mit Tieren. Es enthält auch viele Fotos und selbst gemalte Bilder. Außer dem Tierbuch gibt es noch ein Buch mit Nachrichten aus aller Welt, ein ... |
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"Toby hat mich geärgert" |
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Tobias ist ein Lümmel. Was der schon alles angestellt hat. Andauernd gibt es Ärger. Es ist dringend Zeit, ihm mal ordentlich die Meinung zu sagen. Schriftlich natürlich, und so höflich wie möglich. Die Strafe für Tobias: Er muss alle Briefe beantworten, (einen aber ganz bestimmt!) |
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Die Stadt hat kein Geld ... |
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... um mal richtig gute Werbung zu machen. Also müssen wohl die Kinder ran. Sie preisen ihre Stadt in den höchsten Tönen, auch wenn vieles geflunkert ist. Einen 4 Zentner schweren Bürgermeister gibt es nämlich gar nicht. Wie bringt man die Werbung unters Volk? Einfach im Rathaus abgeben. Eine Antwort von dort gibt es bestimmt. |
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Mit einem Klick verschickt man 30 Geschichten |
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Per E-Mail jedenfalls. Man braucht nur eine Verteilerliste einzurichten. Da schon sehr viele Kinder einen Mail-Anschluss zu Hause haben, kann man diese leicht nutzen. Man könnte z. B. die Geschichten, die die Kinder geschrieben haben, an alle verschicken. Dann kann sich jeder zu Hause ein Geschichtenbuch seiner Klasse auf der Festplatte einrichten. Auch die Kinder untereinander werden gern Mails austauschen. |
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Klapphornverse |
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Der Göttinger Notar Friedrich Daniel hat den ersten verfasst. Und viele, viele folgten. Wer kennt sie nicht: "Es gingen zwei Knaben durch das Korn, der eine hinten, der andere vorn. Keiner ging in der Mitte, es fehlte nämlich der dritte." Vielleicht kann man den Kindern helfen, indem man ihnen eine Zeile vorgibt. Vielleicht reicht es auch, wenn sie nur diese Zeile ergänzen. |
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Eines Morgens ist der Frühling da |
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So beginnt ein schönes Gedicht von Christine Nöstlinger. Die Zeile mag schon reichen, um Kinder zum Weiterschreiben zu animieren. Vielleicht wollen sie aber gar kein Gedicht, sondern eine Frühlingsgeschichte schreiben. Auch gut. Übrigens: Es gibt viele Gedichte. |
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Homepagegeschichten |
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Tante Alwine in Reutlingen möchte gern wissen, was ihr Lieblingsneffe Julian in Oldenburg so treibt. Die beiden telefonieren oft. Seit neuestem kann Tante Alwine sogar Julians Geschichten im Internet lesen, denn auf der Homepage seiner Schule ist eine Geschichtenwerkstatt eingerichtet, für die Julian fleißig Beiträge schreibt. |
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Lieber, dicker Teddybär |
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Was Juliane ihrem Lieblingskuscheltier immer schon mal sagen wollte. Wetten, dass der Bär auch antwortet? Das muss Juliane natürlich auch aufschreiben, es sei denn ... |
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Ich bau mir jetzt ein Haus |
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Moritz will Architekt werden. Oder Großwildjäger. Egal. Jetzt will er ein Haus bauen. Er beschreibt es in vielen Einzelheiten. Eine Zeichnung gehört natürlich auch dazu. |
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Sehr geehrter Redakteur! |
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Gibt es vielleicht etwas, zu dem Kinder eine Meinung haben? Die viel zu schnell rasenden Autofahrer zum Beispiel. Das wäre doch eine gute Gelegenheit, einen Leserbrief an die Zeitung zu schreiben. Natürlich jeder einen. Die Zeitung wird schon entscheiden, welche(n) sie veröffentlicht. |
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Ich bin nicht mehr ich, sondern ... |
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... eine Spinne. Oder ein Rasenmäher. Oder ein Maulwurf. Oder ... Den Kindern wird schon was einfallen. |
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Täglich zehn Minuten schreiben |
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Über alles mögliche natürlich. Und immer mindestens ... Wörter. Kinder berichten, was gestern war oder beschreiben den dicken Onkel Waldemar in der Badewanne. Die Themen liegen auf der Straße und im Klassenzimmer sowieso. Einleitung, Hauptteil, Schluss, fertig! Am nächsten Tag wird vorgelesen, denn vorlesen ist wichtig! Die anderen können in der Zeit ja schon mit einer neuen Geschichte anfangen oder sie illustrieren ihre eigenen. |
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Hier wäre noch Platz... |
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... für weitere Ideen. |
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