Erkundungsaufgaben

Hamsterkisteprüfung

Links und ergänzende Materialien

Es gibt Dinge, die halten wir für selbstverständlich. Unsere leeren Joghurtbecher, das Bonbonpapier, die Bananenschalen, das kaputte Spielzeugauto und die alten Zeitungen werfen wir in den Mülleimer. Der wird von Zeit zu Zeit in die Mülltonne entleert: Klappe auf, Abfall rein, Klappe zu. Irgendwann kommt dann die Müllabfuhr und nimmt den Inhalt der Mülltonne mit. Doch wo bleibt der Müll, den die Müllautos regelmäßig abholen?

Große Müllwagen holen den Abfall regelmäßig ab

Dazu ein Beispiel aus dem Landkreis Grafschaft Bentheim, der in Südwesten Niedersachsens liegt. Hier hat man eine Mülldeponie eingerichtet. Sie befindet sich in der Gemeinde Wilsum, einer der Gemeinden des Landkreises. Der Betrieb auf der Deponie und die Müllabfuhr im Landkreis werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung organisiert. Auf der Deponie selbst sind ca. 25 Menschen beschäftigt.

Die großen Müllwagen bringen den Restmüll aus dem Landkreis hierher. Aber auch viele Privatpersonen liefern ihre Abfälle hier ab. Am Eingang muss jedes Fahrzeug über eine Waage fahren. Wenn der Müll abgeladen ist, wird es erneut gewogen. Dadurch kann bestimmt werden, wie schwer der Abfall war, den das Fahrzeug gebracht hat.

Auch Privatpersonen können ihren Müll auf der Mülldeponie abliefern

Danach werden die Kosten berechnet. Wenn man Altpapier, Metalle, alte Elektrogeräte oder Grünabfall bringt, zahlt man nichts. Für anderen Restmüll, der in den Kofferraum eines Autos passt, werden zum Beispiel 12,00 € fällig. Bei größeren Mengen muss man für je 1000 Kilogramm zwischen 125,00 € und 302,00 € bezahlen.

In der Nähe des Eingangs stehen Container, in die Privatpersonen ihre Abfälle hineinwerfen können. Schilder helfen dabei, den Müll richtig zu sortieren. Es gibt Container für Altholz, Metalle, Kunststoffe usw.

Für verschiedene Müllarten gibt es Container auf der Deponie

Man kann auf der Mülldeponie auch Batterien, Säuren, Farben, Lacke und andere Schadstoffe abgeben. Sie sind Sondermüll und müssen aufwändig beseitigt werden, weil sie sonst erhebliche Umweltschäden anrichten würden.

Batterien, Farben und Lacke sind Sondermüll

Die großen Müllfahrzeuge bringen den Restmüll, den sie auf ihren Touren eingesammelt haben, zu einer großen Halle. Hier wird alles, was noch irgendwie verwertet werden kann, aus dem Restmüll entfernt. Nur der Abfall, der keinerlei Wert mehr hat, wird auf der Deponie eingelagert.

In dieser Halle wird der Restmüll sortiert

Diesen Müll verdichtet man mit schweren Maschinen, damit möglichst wenig Platz verbraucht wird. Wenn die Deponie voll ist, deckt man die Restmüllberge mit großen Planen ab.

Auch unter dem Müllberg befinden sich Planen. Für das Sickerwasser auf der Deponie gibt es eine Kläranlage. Auf der Deponie Wilsum befindet sich außerdem ein Platz, auf dem Grünabfälle in Kompost verwandelt werden. Auf der Anlage stehen auch einige Windräder, die Strom erzeugen. Aber die haben mit dem Müll nichts zu tun.

Der Restmüll wird auf der Deponie gelagert und abgedeckt - Bilder: Hamsterkiste