Bundesland Berlin

Links und Aufgaben


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1 Hauptstadt Berlin

Das Bundesland Berlin ist wie die Städte Bremen und Hamburg einer der Stadtstaaten der Bundesrepublik Deutschland. Es hat somit als Bundesland keine eigene Hauptstadt. Gleichzeitig ist Berlin aber Hauptstadt des gesamten Landes Bundesrepublik Deutschland. Wichtige Einrichtungen der Bundesrepublik befinden sich im Regierungsviertel. Es liegt im Bezirk Mitte.

Hier steht zum Beispiel das Reichstagsgebäude, in dem der Deutsche Bundestag tagt oder das Bundeskanzleramt, von wo aus der Kanzler oder die Kanzlerin ihren Regierungsgeschäften nachgehen. Der Bundespräsident hat seinen Amtssitz im Schloss Bellevue, der Bundesrat kommt im Preußische Herrenhaus zusammen. Als das bekannteste Wahrzeichen Berlins gilt das Brandenburger Tor.

Im Bundesland Berlin lebten am 30. Juni 2017 auf einer Fläche von 891 Quadratkilometern insgesamt 3.592 Millionen Einwohner. Auf jedem Quadratkilometer wohnen also 4028 Menschen.

2 Die Stadtteile

Der Neptunbrunnen ist ein Wahrzeichen des Stadtbezirks Mitte - Bild: Hamsterkiste

Seit dem Jahr 2001 ist Berlin in 12 Bezirke aufgeteilt. Dies sind: Pankow, Mitte, Tempelhof-Schöneberg , Neukölln, Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf , Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf, Treptow-Köpenick und Spandau.

Das Bundesland Berlin ist ganz von Bundesland Brandenburg umschlossen.

Karte: Tubs (CC BY-SA 3.0)
3 Flüsse und Seen

Die Spree fließt auf einer Strecke von 44 km durch Berlin - Bild: Hamsterkiste

Die Spree ist Berlins bekanntestes Gewässer. Der Fluss entspringt in der Oberlausitz im Bundesland Sachsen und ist fast 400 km lang. Auf einer Länge von 44 km fließt die Spree durch Berlin. Im Südosten der Stadt fließt sie durch den Müggelsee, den größten der Berliner Seen. Von Fürstenwalde bis Köpenick wird sie als Müggelspree bezeichnet. Im Stadtteil Spandau mündet sie in die Havel. Am Spreebogen liegen der Hauptbahnhof, das Kanzleramt und das Reichstagsgebäude.

Die Havel ist ein 334 km langer Nebenfluss der Elbe. Sie entspringt in Mecklenburg-Vorpommern und durchfließt dann von Norden nach Süden Brandenburg und Berlin, bevor sie sich wieder nach Westen in Richtung Elbe wendet. Zuvor mündet die Spree in Spandau in die Havel. Die Havel staut sich auf dem Berliner Stadtgebiet in einigen Ausbuchten zu größeren Seen, die größten und bekanntesten sind der Tegeler See und der Große Wannsee.

Die Dahme ist ein 95 km langer Nebenfluss der Spree, der in der brandenburgische Landschaft Fläming entspringt. Er verläuft zunächst durch Brandenburg, bevor er Berliner Stadtgebiet erreicht. Hier fließt er zuerst 11 km durch den "Langen See" und mündet im Ortsteil Köpenick in die Spree.

Die Panke ist ein kleiner, nur 29 km langer Nebenfluss der Spree. Sie entspringt östlich von Berlin in Brandenburg und fließt 20 km durch Berliner Stadtgebiet. Der Ortsteil Pankow ist nach ihr benannt.

4 Berge und Landschaften

Am Teufelsberg kann man zum Beispiel Mountainbike fahren - Bild: gemeinfrei

Die Müggelberge sind ein bewaldeter Höhenzug im Südosten Berlins im Bezirk Treptow-Köpenick. Hier befindet sich mit dem Großen Müggelberg auch die höchste natürliche Erhebung Berlins. Er ist 114 Meter hoch. Der Kleine Müggelberg in der Nachbarschaft ist 88 Meter hoch. Hier gibt es einen Aussichtsturm, von dem man bei gutem Wetter über ganz Berlin schauen kann.

Der Teufelsberg ist mit 120 Metern Berlins höchste Erhebung. Es ist ein künstlich geschaffener Berg, denn er besteht zu großen Teilen aus Trümmern und Bauschutt. Berlin war am Ende des 2. Weltkrieges stark zerstört. Die Trümmer lud man an der Stelle ab, die man heute Teufelsberg nennt. Später bedeckte man sie mit Mutterboden und Sand und pflanzte eine Million Bäume an. Auf seinem Gipfel war lange Zeit eine amerikanische Abhörstation in Betrieb.

Der Teufelsberg liegt im Grunewald. Dies ist ein 3000 Hektar großes Waldgebiet, das im Westen von der Havel begrenzt wird. Es gibt hier zahlreiche Seen, der größte ist der Grunewaldsee. Typisch für dieses Waldgebiet sind die vielen Kiefernbäume.

Der Große Tiergarten ist eine mitten in Berlin gelegene 2,1 Quadratkilometer große Parkanlage. Sie ist die drittgrößte Anlage dieser Art in Deutschland. Der Park wird von mehreren Straßen durchzogen, die am Großen Stern zusammentreffen. Hier steht die Siegessäule mit der Statue der Siegesgöttin Viktoria.

5 Berlin in der Zeit der DDR

Dieses Denkmal erinnert an den Philosophen Karl Marx und seinen Freund Friedrich Engels - Bild: Hamsterkiste

Nach dem 2. Weltkrieg wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Daraus entstanden ab 1949 zwei deutsche Staaten, die Bundesrepublik Deutschland im Westen und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten. Berlin war ganz vom Staatsgebiet der DDR umgeben, der Westteil gehörte zur Bundesrepublik, der Ostteil zur DDR. Es war die Hauptstadt der DDR.

Viele Menschen aus der DDR flüchteten in den Westen, wo sie sich bessere Lebensbedingungen erhofften. Allein zwischen 1945 bis 1961 verließen 3,5 Millionen Menschen die DDR. Die Führung des Staates begann deshalb schon früh, die Grenze zur Bundesrepublik abzuriegeln. Berlin war aber weiterhin ein Schlupfloch für viele Flüchtlinge.

Am 13. August 1961 ließ die Führung der DDR deshalb die Berliner Mauer errichten. Sie riegelte Westberlin von seinem Umland und von Ost-Berlin ab. Innerhalb der Stadt war die Mauer 45 km lang, an den Stadtgrenzen 112 km.

Die Mauer bestand aus einer bis zu 4 Meter hohen gemauerten Wand, die mit Stacheldraht und Metallgittern versehen war. Grenzsoldaten beobachteten aus mehr als 300 Wachtürmen das Gelände.

Etwa 11 000 Soldaten bewachten die Grenze in und um Berlin. Für die Bürger der DDR war es nun fast unmöglich geworden, über Berlin in den Westen zu flüchten. Viele versuchten es dennoch und einige bezahlten dafür mit ihrem Leben, denn den Grenzsoldaten schossen  auf die Flüchtlinge. Mindestens 138 Menschen starben an der Berliner Mauer.

Am 9. November 1989 öffnete die DDR nach wochenlangen Protesten die Grenze zu Westberlin und zur Bundesrepublik. Ein Jahr später wurden die beiden Staaten in Deutschland wiedervereinigt.

Rest der Berliner Mauer in der Niederkirchnerstraße - Bild: Hamsterkiste

6 Große Unternehmen in Berlin

 Verwaltungsgebäude der Deutschen Bahn - Bild: Hamsterkiste

Größter Arbeitgeber Berlins ist die Deutsche Bahn mit über 20.000 Mitarbeitern, die Krankenhäuser Charité (17 000) und Vivantes (15 000) sowie die Berliner Verkehrsbetriebe (14.000) folgen danach. Die Firma Siemens hat ihren Hauptsitz in München und in Berlin, hier arbeiten 11.600 Menschen.

Die nächstgrößeren Betriebe sind die Niederlassungen der Deutschen Post sowie der Firmen Daimler, Deutsche Telekom, Deutsches Rotes Kreuz und Zalando. In Berlin entstehen derzeit viele neue Unternehmen, so genannte "Start ups".

7 Abgeordnetenhaus und der Senat von Berlin

Die Mitglieder des Abgeordnetenhauses von Berlin tagen im so genannten Preußischen Landtag - Bild: Hamsterkiste

Das Landesparlament des Bundeslandes Berlin ist das Berliner Abgeordnetenhaus, in dem derzeit 160 Abgeordnete vertreten sind. Es tagt in einem Gebäude, das den Namen "Preußischer Landtag" trägt. Nach der letzten Wahl im September 2016 ergab sich diese Sitzverteilung:

Partei

Anzahl der Sitze

SPD

38

CDU

31

DIE GRÜNEN

27

LINKE

17

FDP

12

AfD

25

Die Regierung des Landes Berlin nennt man Senat. Der Regierende Bürgermeister ist Chef des Senats. Michael Müller von der SPD wurde im Dezember 2016 vom Abgeordnetenhaus zum Regierenden Bürgermeister des Bundeslandes Berlin gewählt. Die SPD regiert das Land derzeit in einer Koalition mit den Parteien DIE LINKE und GRÜNE. Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft ist Sandra Scheeres von der SPD.