Der Schweriner See

Erkundungsaufgaben

Hamsterkisteprüfung

Links und ergänzende Materialien

Wenn es im Sommer einmal richtig heiß ist, dann haben es die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern gut. Sie packen dann ihre Badesachen, schwingen sich auf ihre Fahrräder oder setzen sich in ihre Autos und ab geht es zum nächsten See. Nirgendwo gibt es nämlich so viele Gewässer, in denen man herrlich baden, schwimmen und abkühlen kann.

Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land der Seen. Mehr als 2000 gibt es in diesem Bundesland. Und da hier nur etwa 1,6 Millionen Menschen leben, teilen sich also gerade mal 800 Einwohner einen See.

Die Seen laden ein zum Schwimmen, Paddeln oder einfach nur Faulenzen

Die größten Seen sind die Müritz, der Schweriner See, der Plauer See, der Kummerower See, der Schalsee, der Kölpinsee und der Tollensesee. Der Kleine Jasmunder Bodden gilt ebenfalls als See. Es ist jedoch eine ehemalige Bucht der Ostsee, die im Jahr 1869 durch einen Damm vom Meer getrennt wurde.

Die Seen sind Teil einer besonderen Landschaft, die man Mecklenburger Seenplatte nennt. Diese Landschaft ist ein etwa 30 Kilometer breiter und 240 Kilometer langer Streifen. Sie zieht sich von Lübeck in Schleswig-Holstein bis nach Eberswalde im Nordosten von Brandenburg. Diese Landschaft setzt sich auch östlich der Oder fort und wird dann Pommersche Seenplatte und Masurische Seenplatte genannt. Zur Mecklenburger Seenplatte gehören zum Beispiel auch der Ratzeburger See in Schleswig-Holstein und der Werbellinsee in Brandenburg.

Diese Ansammlung von Seen auf engem Raum hat etwas mit einer längst vergangenen Zeit zu tun, der letzten Eiszeit nämlich. Sie begann vor ungefähr 115 000 Jahren im Norden Europas. Es wurde kälter und im Sommer schmolz der Schnee, der im Winter fiel, nicht mehr weg. Der Schnee wurde zu Eis, das sich immer höher auftürmte und schließlich gewaltige Gletscher bildete.

Durch ihr eigenes Gewicht wurden die Gletscher immer weiter nach Süden gedrückt. Sie schoben dabei viel Sand, Geröll und große Steinbrocken vor sich her. Die Gletscher drangen bis zur Küste des heutigen Schleswig-Holstein und bis nach Brandenburg vor. Schließlich wurde es wieder wärmer und das Eis schmolz. Zurück blieben eine Kette von Hügeln, dazwischen tiefe Rinnen und Senken. Die Hügel nennt man übrigens Endmoränen. Das Wasser suchte sich einen Weg zum Meer und schuf die Urstromtäler, aus denen später die Flüsse Elbe, Havel und Oder entstanden. Doch viel Wasser sammelte sich auch in den Rinnen und Senken, die das Eis geformt hatte. So entstanden die Seen, über die sich die Menschen in heißen Sommern freuen.

In den Seen schwimmen auch viele Fische und von den Fischen leben auch heute noch zahlreiche Fischer. Angeblich fahren die niemals allein auf einen See hinaus. Denn als einmal ein Fischer auf dem Schweriner See unterwegs war, saß ein großes behaartes Ungeheuer vorn in seinem Boot, das ihm bei der Arbeit zuschaute. Er schlug mit seinem Ruderriemen auf das zottige Wesen ein. Das packte ihn aber und zog ihn gewaltsam in die Tiefe. Am nächsten Morgen fand man ein leeres Boot. Noch heute soll man in klaren Nächten noch ein Plätschern wie von einem Kampf und einem unterdrückten Schrei hören können.

Die Landschaft in Mecklenburg ist oft leicht hügelig

Vielleicht ist das nur eine schöne erfundene Geschichte. Alles andere jedoch, was wir hier über die Seen in Mecklenburg-Vorpommern berichtet haben, kannst du ruhig glauben, denn so ist es und so war es wirklich. Du kannst ja mal nachschauen und hinfahren. Aber vergiss deine Badesachen nicht ... - Bilder Hamsterkiste