Der Dortmund-Ems-Kanal bei Greven

Erkundungsaufgaben

Hamsterkisteprüfung

Links und ergänzende Materialien

Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde im Ruhrgebiet immer mehr Stahl erzeugt. Dazu brauchte man Eisenerz und Kohle, mit deren Hilfe in Hochöfen Stahl hergestellt wurde. Die Kohle gab es im Ruhrgebiet reichlich, doch das Erz musste aus anderen Ländern herbei geschafft werden.

Um die Hochöfen im östlichen Teil des Ruhrgebiets mit Eisenerz zu versorgen und die hier geförderte Kohle abzutransportieren, wurden mehrere Kanäle gebaut. Einer davon war der Dortmund-Ems-Kanal, den man auch DEK abkürzt. Er wurde am 11. Oktober 1899 durch Kaiser Wilhelm II. eröffnet. Sieben Jahre lang hatte man an diesem Kanal gebaut.

Er schuf eine Verbindung für Binnenschiffe zwischen der Stadt Dortmund und der Stadt Papenburg, die dann weiter über die Ems bis zum Hafen in Emden fahren konnten.

Der Dortmund-Ems-Kanal bei Lingen

Der DEK beginnt in Dortmund. Bei Datteln gibt es Verbindungen zum Rhein-Herne-Kanal, zum Dattel-Wesel-Kanal und zum Datteln-Hamm-Kanal. Südöstlich von Greven überquert der Kanal die Ems. Bei Bergeshövede in der Nähe von Ibbenbüren, beim "Nassen Dreieck", zweigt der Mittellandkanal ab, der eine Verbindung zur Elbe schafft.

Südlich von Lingen bei Gleesen erreicht der DEK die Ems. Bereits zwei Kilometer weiter zweigt er bereits wieder ab und begleitet die Ems bis zur Einmündung der Hase bei Meppen. Zwischen Meppen und Papenburg sind einige Abschnitte der Ems als Kanalstrecke ausgebaut.

Bei Dörpen gibt es eine Verbindung zum Küstenkanal, über den Schiffe auch die Weser erreichen können.


Das stillgelegte Schiffshebewerk bei Henrichenburg - Bilder: Hamsterkiste

Der DEK ist 223 Kilometer lang und hat 10 Kanalstufen. An diesen Kanalstufen überwinden Schiffe den Höhenunterschied zwischen der unteren und oberen Stufe mit Hilfe einer Schleuse. Bei Henrichenburg bestand bis zum Jahr 1962 ein Schiffshebewerk. Hier überwanden Schiffe in einem riesigen Trog einen Höhenunterschied von 14 m. Das alte Hebewerk wurde durch ein neues ersetzt. Doch es ist ebenfalls nicht mehr in Betrieb: Seit dem Jahr 2005 wird hier nur noch eine Schleuse genutzt.

Für Fußgänger, Autos und Eisenbahnen wurden 160 Brücken gebaut, um den Kanal überqueren zu können. Ganz wichtig sind auch die neun Sicherungstore. Sie werden geschlossen, falls einmal ein großes Leck im Kanal entstehen sollte. So wird im Notfall verhindert, dass der gesamte Kanal leer läuft.


Größere Karte anzeigen   l  Verfolge den Lauf des Kanals ab seinem Beginn (siehe Marke)