Der Rhein an der Loreley, einem Schieferfelsen, der hier 132 m hoch aufragt - Bild: Hamsterkiste

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Die Römer nannten ihn Rhenus und hielten ihn für einen Gott. Auf manchen alten Inschriften wird er Rhenus Pater genannt, das heißt „Vater Rhein“. Schon immer hat der Rhein das Leben der Menschen bestimmt, die an seinen Ufern lebten. Er versorgte sie mit Wasser und Fischen, man konnte auf ihm weite Entfernungen zurücklegen und Waren transportieren. Doch immer wieder trat er über die Ufer und erinnerte die Menschen daran, wie klein und ohnmächtig sie waren im Vergleich zu diesem mächtigen Strom.

Um den Mäuseturm von Bingen rankt sich eine alte Sage

Der Rhein zählt zu den verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. Große Firmen haben sich am Rhein niedergelassen, weil sie über den Fluss gut mit Rohstoffen beliefert werden können. Man kann mit Schiffen flussaufwärts bis nach Basel und flussabwärts nach Rotterdam fahren, dem größten Hafen Europas.

Der Rhein ist einer der verkehrsreichsten Flüsse der Welt

Der Rhein ist einer der längsten Flüsse in Europa. Er entspringt in der Schweiz und mündet nach 1233 km in den Niederlanden in die Nordsee. Dabei fließt er ungefähr 295 km durch das Bundesland Rheinland-Pfalz. Er bildet die Grenze zu den benachbarten Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen.

Dieser alte Stich zeigt den Rhein bei Worms (von Mathäus Merian dem Jüngeren 1655) - Bild: gemeinfrei

Die drei größten Städte des Bundeslandes - Mainz, Ludwigshafen und Koblenz - liegen am Rhein. Ludwigshafen hat den drittgrößten deutschen Rheinhafen nach Duisburg und Köln. Am Oberrhein liegen auch die alten Städte Speyer und Worms. Bei Bingen beginnt der Mittelrhein. Ab hier hat sich der Rhein einen kurvenreichen Weg durch das Rheinische Schiefergebirge gebahnt.

Burg Reichenstein bei Rüdesheim - Bild: Hamsterkiste

Links und rechts des Flusses säumen Hänge, Felsen und niedrige Berge seinen Weg. Auf der 67 Kilometer langen Strecke von Bingen bis Koblenz findet man allein 40 Burgen oder Schlösser. Es wird auch Wein angebaut, den die Römer vor über 2000 Jahren aus Italien mitbrachten.

Die schöne Landschaft des Rheintals mit ihren Burgen und Weinbergen zieht viele Besucher an. Das Rheintal von Bingen bis Koblenz wurde inzwischen zum "Welterbe Kulturlandschaft" erklärt.

Burg Sohneck - Bild: Hamsterkiste

Noch vor wenigen Jahren war der Rhein sehr stark mit Schadstoffen belastet, weil Abwässer ungereinigt in den Fluss geleitet wurden. Mittlerweile ist die Wasserqualität deutlich besser geworden. Es leben wieder 63 verschiedene Fischarten im Rhein.

Burg Rheinfels bei St. Goar - Bild: Hamsterkiste

Früher wurde die Schifffahrt durch zahlreiche Untiefen oder verborgene Felsen behindert. Diese Gefahren sind heute weitgehend beseitigt. Die Menschen haben die Ufer des Flusses befestigt, seinen Lauf begradigt und Felsen gesprengt, damit Schiffe schneller fahren können.

Die Marksburg ist die einzige Burg am Mittelrhein, die nie zerstört wurde - Bild: Hamsterkiste

So fließt das Wasser schneller, kann sich aber auch nicht mehr so gut ausdehnen. Das verstärkt die Probleme bei Hochwasser, wenn nach starken Regenfällen oder bei der Schneeschmelze der Wasserstand stark ansteigt. Weil viele Siedlungen direkt am Fluss liegen, kommt es am Rhein immer wieder zu Überschwemmungen mit großen Schäden.

Burg Stolzenfels bei Lahnstein - Bild: Hamsterkiste