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Hamsterkisteprüfung

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Flüsse waren für das Leben der Menschen schon immer wichtig. Man konnte ihnen Trinkwasser entnehmen, mit Booten und Schiffen lange Strecken auf ihnen zurücklegen und Waren befördern. Flüsse dienten auch immer dazu, Unrat und Abwässer zu entsorgen. Doch schon immer war eine der wichtigsten Fragen: Wie kommt man eigentlich von einer Seite des Flusses auf die andere?

In der Stadt Basel wurde das so gelöst: Mitten durch die Stadt fließt der Rhein. Er trennt die Stadt in Kleinbasel und Großbasel. Lange Zeit gab es nur eine einzige Brücke über den Fluss, die heute als "Mittlere Brücke" bezeichnet wird.

Heute führen in Basel mehrere Brücken über den Rhein

Im Jahr 1853 wurde in der Nähe der Stadt eine Fähre über den Rhein eingerichtet. Das hielten die Bürger von Basel für eine gute Idee und sie wollten auch solche "Fliegenden Brücken" haben. So bezeichnete man damals die Fähren, mit denen man einen Fluss überqueren konnte.

Nach und nach wurden in Basel fünf Fährverbindungen über den Rhein eingerichtet. Sie funktionierten sehr gut und die Fährmänner, die täglich Passagiere und Güter über den Rhein beförderten, konnten von den Einnahmen gut leben. Inzwischen führen jedoch mehrere Brücken über den Rhein und die Bedeutung der Fähren hat stark abgenommen.

Es gibt in Basel noch vier Fähren

Aber es gibt sie immer noch. Heute befördern nur noch vier Fähren Menschen von der einen Seite des Flusses auf die andere. Sie haben sogar Namen: Eine heißt "Ueli" und die anderen "Leu", "Wild Maa" und "Vogel Gryff".

Die Fähren funktionieren ganz einfach. Es sind so genannte "Rollfähren". Jedes Boot hängt an einem langen Seil, das sich mit einer speziellen Konstruktion an einer Stahltrosse entlang bewegt, das über den Rhein gespannt ist. Dieses lange Seil ist an einem Hebel auf dem Boot befestigt.

Der Hebel kann umgelegt werden

Dieser Hebel wird vom Fährmann beim Abstoßen auf die dem Land zugewandte Seite ausgerichtet. Dadurch legt sich das Boot schräg in den Fluss. Die Strömung drückt gegen das Boot und schiebt es so über den Rhein. Kurz vor dem Anlegen richtet der Fährmann das Boot wieder gerade und für die Rückfahrt legt er den Hebel einfach auf die andere Seite um.

So braucht man weder Ruder noch Motoren. Die Strömung allein reicht aus, um die Boote hin und her fahren zu lassen. Wer's nicht glaubt, kann es ja mal ausprobieren. - Bilder: Hamsterkiste