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Venedig liegt im Nordosten Italiens. Etwa 1000 Jahre lang, bis zum Jahr 1797, war diese Stadt das Zentrum eines Staates, den man als Adelsrepublik bezeichnet. Dieser Staat wurde von einigen reichen Familien beherrscht.

Das Oberhaupt des Staates war der Doge, der in einem komplizierten Verfahren gewählt wurde. Grundlage des Reichtums war der Handel. Die führenden Familien ließen sich prunkvolle Paläste bauen. Der größte Palast in Venedig war der Dogenpalast, in dem das Oberhaupt der Stadt und die Verwaltung residierten.

Als Symbol der Stadt gilt der Glockenturm, den man auf Italienisch Campanile nennt. Dogenpalast und Campanilie liegen am Markusplatz, dem Zentrum der Stadt. Tausende von Tauben sind hier zuhause.

Am Markusplatz befindet sich auch der Dom von Venedig, der dem Heiligen Markus geweiht ist. Im Jahr 828 hatten Seefahrer aus Venedig in der Stadt Alexandria in Ägypten die Gebeine des Evangelisten Markus geraubt und nach Venedig gebracht. Die Bilder über den äußeren Portalen erzählen, wie die Gebeine des Heiligen nach Venedig gelangten. Über dem mittleren Bogen erkennt man das goldene Relief eines geflügelten Löwen.

Das Zentrum von Venedig wurde auf 118 Inseln erbaut. Sie liegen in der so genannten Lagune, einer flachen Zone des Mittelmeeres. Kanäle durchziehen die Stadt, der längste ist der Canale Grande, der Große Kanal. Man fährt mit Wassertaxis oder benutzt die Vaporetti (Wasserbusse), denn Autos gibt es in der Stadt nicht. Waren und Baumaterialien, aber auch Kranke werden mit Booten befördert.

Ein großer Teil der Stadt ruht auf Millionen von Eichen-, Lärchen- und Ulmenpfählen. Unter dem Schlamm der Lagune gibt es festen Lehmboden, in den man die Pfähle rammte. Die Stämme der Bäume kamen aus dem benachbarten Istrien. Sie wurden mit Bändern, Öl und Teer miteinander verbunden. Die Zwischenräume wurden mit Lehm verfüllt. Über die Kanäle führen viele Brücken, die Ponte de Rialto, die Rialtobrücke, ist weltberühmt.

Viele Hauseingänge kann man nur mit dem Boot erreichen. Immer wieder kommt es jedoch auch zu Hochwasser in der Stadt. Dann steht manchmal sogar der Markusplatz unter Wasser. Venedig wird täglich von vielen tausend Touristen besucht. Manche von ihnen lassen sich mit Gondeln durch die Kanäle fahren. Die Gondolieri (Gondelfahrer) sind sehr geschickt darin, die Boote zu manövrieren.

Viele Besucher werden jedes Jahr von der Biennale angezogen. Alle zwei Jahren werden Bilder und Skulpturen aus vielen Ländern ausgestellt. In den Jahren dazwischen findet man Bauwerke über die Stadt verteilt, die von Architekten entworfen werden.

Neben den vielen Touristen gibt es auch noch Menschen, die in der Stadt wohnen. Sie nennen sich Venezianer. Insgesamt zählt die Stadt heute etwa 270 000 Bewohner, von denen aber nur etwa 60 000 in der Altstadt leben.

Fast täglich laufen riesige Kreuzfahrtschiffe in den Hafen von Venedig ein, die viele Besucher in die Stadt bringen. Es gibt aber auch Gassen und Plätze in Venedig, wo man nur wenige Touristen findet und die eine bezaubernde Ruhe ausstrahlen.


Tauben und Touristen auf dem Markusplatz

Der Canale Grande

Der Markusdom

Die berühmte Rialtobrücke führt über den Canale Grande

Der Campanile (Glockenturm) ist ein Wahrzeichen der Stadt

Viele Hauseingänge kann man nur mit dem Boot erreichen

Der Palast des Dogen

Es gibt auch ruhige Gassen und Plätze

Die großen Kreuzfahrtschiffe bringen nicht nur Touristen, sondern auch viele Probleme mit - Bilder: Hamsterkiste