Körper und Bewegung
Schlaf und Bewegung
Schlaf und Bewegung sind wie zwei gute Freunde deines Körpers. Beide helfen ihm, sich zu erholen und stark zu bleiben. Im Schlaf kann sich der Körper ausruhen, wachsen und Erlebtes verarbeiten. Das Gehirn sortiert die vielen Eindrücke des Tages und legt neue Informationen ab.
Kinder brauchen mehr Schlaf als Erwachsene, weil sie noch wachsen. Viele Grundschulkinder fühlen sich mit etwa neun bis elf Stunden Schlaf am wohlsten. Manche brauchen etwas mehr, manche etwas weniger. Wichtig ist, dass man morgens einigermaßen ausgeschlafen ist und sich tagsüber konzentrieren kann.
Bewegung sorgt dafür, dass Muskeln, Herz und Lunge trainiert werden. Wer sich oft bewegt, zum Beispiel beim Rennen, Klettern, Tanzen oder Radfahren, stärkt seine Knochen und lernt, den eigenen Körper besser zu steuern. Bewegung kann außerdem helfen, Stress abzubauen und gute Laune zu bekommen.
Es ist nicht schlimm, wenn es Tage gibt, an denen man sich wenig bewegt oder später ins Bett geht. Auf die Gesamtheit kommt es an. Viele Tage mit genügend Schlaf und häufiger Bewegung unterstützen den Körper und auch die Gefühle.
Was braucht mein Körper, um stark zu sein?
Menschen und Körper sind sehr unterschiedlich. Stark sein bedeutet nicht, dass alle das Gleiche können.
Ein Körper ist stark, wenn er, so, wie er ist, möglichst gut unterstützt wird. Dazu gehören viele Dinge. Essen und Trinken liefern Energie und wichtige Baustoffe. Schlaf hilft dem Körper und dem Gehirn, sich zu erholen. Bewegung kann unterschiedlich aussehen kleine Übungen, Tanzen, Yoga, Rennen und Sport in der Schule und im Verein oder alles, was mit dem eigenen Körper möglich ist.
Auch Gefühle und Beziehungen machen stark. Menschen, die jemanden haben, der ihnen zuhört, ihnen glaubt und sie ernst nimmt, fühlen sich oft sicherer. Gespräche helfen, Sorgen zu teilen. Ruhepausen, Spielen, Musik hören oder Vorlesen können gut tun, je nachdem, was ein Kind mag und was ihm möglich ist.
Außerdem braucht jeder Körper Schutz. Das kann passende Kleidung bei Hitze und Kälte, Sonnenschutz, ein sicherer Umgang im Straßenverkehr und, wenn nötig, medizinische Hilfe sein. Manche Kinder brauchen dauerhaft Medikamente, Therapien oder Assistenz.
Stark sein heißt also nicht, dass jemand alles allein schafft oder nie krank wird. Stark sein kann auch bedeuten, Hilfe anzunehmen, eigene Grenzen zu kennen, freundlich zu sich selbst zu sein und Schritt für Schritt herauszufinden, was dem eigenen Körper guttut.





